SAP Jobsuche bei DV-Treff
lukla11
  • lukla11
  • SAP Forum - Profi Thema Starter
vor einen Monat
Hallo Zusammen,

dies ist eher eine organisatorische als eine SAP-Frage. Mich würden Eure Ansätze zum Thema Bedarfsanbahnung interessieren.

Wie geht Ihr in Eurem Unternehmen mit der Banf-Erstellung bzw. dem Prozess davor um?

Darf jeder banfen oder gibt es festgelegte Mitarbeiter, die das tun?

Falls nur wenige Mitarbeiter die Banfen eingeben: Wie wird der Bedarf an sie kommuniziert?

Gibt es vorgelagerte Prozesse z.B. in Excel, per Mail oder in anderen Systemen, in denen Mitarbeiter ihre Bedarfe anmelden können, ohne direkt in SAP oder in einem Katalogsystem eine Banf zu erstellen?

Wie wird bereits am Anfang des Prozesses sichergestellt, dass die korrekten Kontierungsobjekte verwendet werden? Oder müssen alle Banfen freigegeben werden und der Freigeber achtet bestenfalls auf alle Details?

Ist das unternehmensweit einheitlich oder haben verschiedene Abteilungen / Standorte ihre eigenen Wege entwickelt?

Was funktioniert bei Euch gut und warum?

Hintergrund meiner Fragen:

Wir haben viele sporadische oder ungeübte Anwender, die mit der Vielzahl der Regelungen z.B. für Freitextpositionen nicht klarkommen.

Auch die Wahl der korrekten Kontierungstypen und -objekte macht Schwierigkeiten, weil nicht alles einfach auf Kostenstelle oder voreingestellte Werte gebucht werden kann.

Das führt entweder dazu, dass Banfen nicht automatisiert umgesetzt werden können oder falsch durchrutschen, obwohl wir bereits eine hohe Quote an Kontrakten und Katalogen haben.

Vielen Dank, wenn Ihr Euch die Zeit für Rückmeldungen zu der einen oder anderen Frage nehmt!

Lukla

PS: Ich gehe in Urlaub, freue mich trotzdem über Rückmeldungen und melde mich auch zurück, wenn ich wieder da bin.

Förderer

lukla11
  • lukla11
  • SAP Forum - Profi Thema Starter
vor 16 Tage
Hallo Zusammen,

vielleicht habe ich zu viele Fragen auf einmal gestellt. Über Antworten zu dem einen oder anderen Thema freue ich mich immer noch. Muss ja nicht gleich alles sein 🙂 . Also, falls noch jemand Zeit hat, auf einen Punkt einzugehen: gerne!

Vielen Dank

lukla

h.harnack@web.de
vor 8 Tage
Hallo Lukla,

ja, da ist Organisation gefragt, unabhängig von SAP.

Am einfachsten ist die Zuordnung Mensch -> Kostenstelle: "Hier / ich brauche XX", Arbeitsplatz = Kostenstelle.

Am Zweit-Einfachsten ist Bedarf für Produktion, Kostenstelle = Fertigungsauftrag und/oder Verkaufsauftrag. Das ist dann auch gleich das Profitcenter!

Du schreibst aber, dass dies nicht immer so ist.

Jetzt ist die Frage, welche Zuordnungen es gibt und wie diese dann dargestellt werden. Customizing?

Ich kenne das so, dass Vorgesetzte (SAP User) Bedarfe für einen kompletten Arbeitsbereich (NON SAP, "Werksarbeitende") sammeln (mündlich telefonisch, EXCEL) und eingeben. Diese kennen "ihre" CO Objekte. Freigabe bis zu einer gewissen Grenze (mit 1000 Bestellungen unter 1000€).

Freitext ist auch so eine Sache; ich habe schon FI-Rechnungen an Lieferanten gesehen, die eine Bestellung waren (Liefern Sie bitte ...) Also so ganz ohne MM.

Du kannst dir ja mal die Beraterbrille aufsetzen und eine Übersicht machen: Wann wird was auf welches Objekt gebucht? Mit und ohne Rahmenvertrag; welche Regeln existieren und welche "müssen noch erfunden werden". Und dann in Richtung BOPF - Regelwerk und/oder Z-Entwicklung.

HTH

Heike

lukla11
  • lukla11
  • SAP Forum - Profi Thema Starter
vor 5 Tage
Hallo Heike und vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Wir haben leider einen wilden Mix aus Kontierungen: Kostenstellen, Anlagen, PSPs, Innen- und Fertigungsaufträge. Das macht es nicht gerade leicht.

Und auch das von Dir erwähnte Problem, dass in Freitexten etwas bestellt wird, wofür wir eigentlich Materialien oder zumindest Katalogartikel haben.

Gebanft wird zudem in SAP direkt oder über eine Kataloganbindung oder die PM Komponentenplanung. Reservierungen dazu, manchmal automatisch erzeugt aus Banfen, aber manchmal auch manuell. Das macht es gerade den sporadischen Anwendern nicht leicht.

Und irgendwie ist die Erwartung, dass man das alles in SAP an einer Stelle einkippen könnte. Was korrekt ist, geht fast automatisch durch. Fehler z.B. in der falschen Kontierung oder falscher Freitext werden möglichst automatisiert erkannt. Dann geschieht ein Wunder und alles wird richtig geroutet :)

Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass wir versuchen EINEN vorgelagerten Prozess mit einem Formular oder Excel zu implementieren, in dem die sporadischen Bedarfe angemeldet werden können. Wir sollen zwar Doppelpflege vermeiden (erst Formular, dann Erfassung der SAP Banf), aber ich sehe dafür keinen schlanken Weg, insbesondere bei all den anderen Vorgaben, die auch zu berücksichtigen sind (Eigenprogrammierungen vermeiden, nicht zu viele weitere Tools).

Das ist wirklich kein SAP Problem, sondern liegt wohl eher an der Komplexität.

Danke nochmals, ein schönes Wochenende,

lukla